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Eine kleine Entstehungsgeschichte


Seit dem ersten Tag, an dem ich an diesem Blog arbeite, beschäftigt mich die Frage, ob und wie ich meine eigene Geschäftsidee auf dieser Seite vorstellen soll. Ganz zu Beginn war ich der Meinung, dass das ein ganz wesentlicher Bestandteil zu sein hätte. Ein paar Tage später hatte sich diese Ansicht geändert. Ich dachte es würde völlig ausreichen von meinen Visionen und meinen Werten zu erzählen, wie ich es auf i trau mi mache. Mittlerweile erscheint es mir wieder sehr wichtig, die Idee vorzustellen, die ich selbst umsetzen möchte. 

 

Daher habe ich nun auf Meine Idee beschrieben, dass ich gerne einen Ort schaffen möchte, an dem sich jüngere und ältere nicht-erwerbstätige Menschen treffen können, um an der Realisierung ihrer eigenen Ideen zu arbeiten. In dem „i trau mi“-Haus können sie sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, an der Ausgestaltung ihrer Produkte oder Dienstleistungen arbeiten und um diese herum ein kommerzialisierbares Konzept entwickeln. Dabei erhalten sie im Rahmen eines strukturierten Programmes inhaltliche, aber auch organisatorische Unterstützung. Am Ende des Programmes hat sich idealerweise ein Team zusammengefunden, das eigenständig ein Produkt herstellen oder eine Dienstleistung anbieten kann, welches oder welche auf Nachfrage stößt und Einkünfte erbringt.

 

Wenn ich anderen von meiner Idee erzähle, werde ich oft gefragt, wie ich darauf gekommen bin und warum mich dieses Thema interessiert. Daher möchte ich dazu gerne ein paar Sätze schreiben.

 

In den letzten Jahren habe ich mich immer wieder damit befasst, welchen beruflichen Weg ich nach dem Abschluss des Doktorates einschlagen möchte. Ich hatte viele Ideen und Wünsche und die wenigsten davon hatten irgendetwas mit meinem Wirtschaftsstudium zu tun. Das überraschte mich selbst wenig, da ich diese Ausbildung immer als „Mittel zum Zweck“ gesehen habe. Spannend fand und finde ich immer noch ganz andere Dinge, wie etwa körperliche und geistige Gesundheit, Lebensglück, Bildung, Erziehung, Musik, Inneneinrichtung, Parfum und vieles mehr.

 

Ich war also in Punkto Berufsplanung sehr unschlüssig, weil ich eine Tätigkeit gesucht habe, die wirtschaftliches Denken mit meinen Interessen unter einen Hut bringen würde. Tja, das war schon schwierig genug.  Erschwerend kam noch dazu, dass ich möglichst viele unterschiedliche Themen zusammenbringen wollte. Ich wollte nicht nur das eine oder das andere, nicht nur Bildung oder Inneneinrichtung. Zunehmend wichtiger wurde für mich außerdem etwas gesellschaftlich Relevantes zu machen, also eine Tätigkeit mit einem sozialen Impact… Fällt jemandem spontan ein Beruf ein, der all das abdeckt? Nein? Mir ist jedenfalls lange nichts eingefallen. Bis ich eben die Idee zu „i trau mi“ hatte.

 

Meine Idee ist aber nicht nur aus den Überlegungen zu meiner zukünftigen Arbeit entstanden, sondern wesentlich dafür war auch die Beobachtung meiner Umwelt. Ich habe beispielsweise beobachtet, dass ältere, alleinstehende Menschen in ihren Wohnungen vereinsamen, dass manche Pensionisten jeden Euro umdrehen müssen und auch gerne arbeiten würden, es aber offenbar keine geeigneten Jobs für sie gibt. Ich war beim Arbeitsmarktservice und habe gesehen, wie viele Menschen auf der Suche nach Arbeit sind, deren Aussichten auf eine Stelle aber äußerst begrenzt sind. Es gibt also aktuell viele Menschen, die arbeiten möchten, die sich wertgeschätzt und gebraucht fühlen möchten, die zum Teil mit wenig Einkommen auskommen müssen, aber die am Arbeitsmarkt wenig Aussichten haben. Und ich vermute, dass es in Zukunft noch mehr Menschen geben wird, deren Fähigkeiten oder Erfahrungen nicht nachgefragt werden. Der Gesamtwirtschaft gehen damit nicht nur unbezifferbare Ressourcen verloren, sondern es entstehen zusätzliche Kosten, denn wer keine Aufgabe hat, keine Struktur und sozialen Kontakte durch die Arbeit, der baut geistig und körperlich schneller ab.

 

Das „i trau mi“-Konzept adressiert also viele aktuelle, gesellschaftlich relevante Herausforderungen und hat abgesehen davon das Potenzial ein sich selbst tragendes Konzept zu werden. Mein Ziel ist es, dass sich die Kunden von „i trau mi“ selbst eine zu ihren Fähigkeiten und Interessen passende Arbeit schaffen, mit der sie Geld verdienen können. Davon wiederum soll auch das „i trau mi“- Haus profitieren und wachsen können. Eine Win-Win-Situation also, wie man heute sagt. 

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