· 

i trau mi meets RE:WIEN


Wer sich einige Zeit im „Start-up-Biotop“ Wiens tummelt, der stößt auf ein sehr breites Angebot an Institutionen, Organisationen, Förderstellen, Unternehmen, Inkubatoren und Acceleratoren, die allesamt auf die eine oder andere Weise auf dem Weg in die Selbstständigkeit, zur Unternehmensgründung oder beim Unternehmenswachstum unterstützen. Da gibt es beispielsweise die Wirtschaftsagentur Wien, das Gründerservice der Wirtschaftskammer, das Gründercenter der Erste Bank, das AMS mit dem Unternehmensgründungsprogramm, das Gründungszentrum an der Wirtschaftsuniversität, den Impact Hub, inits, die AWS, wexelerate und so weiter und so fort. Alleine einen Überblick über all die angebotenen Förderungen, Programme, Workshops und Beratungen zu bekommen ist zeitintensiv. Ganz zu schweigen von der Zeit, die man mit dem Besuch von kostenlosen Coachings, Weiterbildungen und dem Verfassen von Projekt- und Förderanträgen verbringen könnte. Wer bei diesem umfassenden Angebot keine Prioritäten setzt, der läuft Gefahr, gar nicht mehr zur „eigentlichen“ Arbeit zu kommen.  

 

Auf meinem bisherigen Weg bin ich mit fast allen der oben genannten Stellen in Kontakt getreten, habe mich informiert und habe – wie in den Artikeln Online Ver(w)irrungen oder Kunden-Kosten-Crashkurs berichtet – an Trainings teilgenommen. Abgesehen davon, habe ich das Konzept zu „i trau mi“ dieses Jahr auch schon bei zwei Ausschreibungen eingereicht. Anfang des Jahres gab es eine Ausschreibung der UNIQUA und des Impact Hubs, die Innovatoren bzw. Start-ups für die „Mission 120“ gesucht haben. Dieses erstmals angebotene Programm unterstützt Lösungen rund um Herausforderungen, die durch die steigende   Lebenserwartung entstehen. Leider wurde „i trau mi“ nicht ausgewählt, profitiert habe ich trotzdem. Denn die Bewerbungs-Deadline hat mich dazu veranlasst, das Konzept zu überdenken, zu konkretisieren und zu verschriftlichen. Damit war also die Einreichung selbst für mich schon ein kleiner Erfolg.

 

Im März hatte ich mich erneut für ein Accelerator-Programm beworben, das „RE:WIEN“. Dieses von OekoBusiness Wien und dem Impact Hub zum vierten Mal angebotene Programm begleitet Initiatoren und Start-ups „mit dem Ziel nachhaltige Produkte und Dienstleistungen (weiter) zu entwickeln, die das Gemeinwohl der Wiener Bevölkerung positiv beeinflussen.“ Auf RE:WIEN war ich vor ein paar Monaten durch das Start-up Unverschwendet aufmerksam geworden, das ich im Dezember am Schwendermarkt im 15. Bezirk besucht hatte. Es stellte sich heraus, dass einige Unternehmen, über die ich recherchiert hatte, ebenfalls Teilnehmer dieses Programms gewesen waren. Umso mehr hoffte ich natürlich ebenfalls aufgenommen zu werden und von RE:WIEN profitieren zu können.

 

Einen Tag nach meinem Geburtstag bekam ich die erfreuliche Nachricht, dass „i trau mi“ unter den Einreichungen ausgewählt wurde 😊. Das war bisher einer der größten Erfolgsmomente im Zusammenhang mit meiner Idee und ich hatte erstmals das Gefühl, einen wichtigen Schritt vorwärts gemacht zu haben. Und das, obwohl mir recht unklar war, was mich in diesem Programm erwarten würde…

  

Vergangenen Donnerstag hatte ich dann beim Kick-off-Meeting im Impact Hub Wien die Möglichkeit, meine Vorstellungen zu konkretisieren. In der Bibliothek wurden wir, die 12 ausgewählten Teams bzw. Initiatoren, willkommen geheißen. Die Bandbreite an Projekten bzw. Unternehmen ist trotz inhaltlichem und regionalen Schwerpunkts recht groß: Vom Lehmputzer, der seit über einem Jahrzehnt Unternehmer ist, über Lebensmittelstart-ups wie der Basenbox oder Rex Eat, bis hin zu VALUE, einer App zur spielerischen Förderung von Nachhaltigkeit. In der Vorstellungsrunde wurde deutlich: Egal wie jung oder weniger jung das Konzept oder Unternehmen ist, die Bedürfnisse bleiben ähnlich. Die Mehrheit der Teilnehmer wünscht sich Feedback, Input, Austausch und neue Kontakte. All das verspricht das Programm. So erhalten wir Business Coachings, Experteninput, Zugang zur Community des Impact Hubs und die Möglichkeit einige Stunden im Monat die Co-Working Räumlichkeiten des Hubs zu nutzen um sich mit anderen Gründern oder Innovatoren zu vernetzen und auszutauschen.



Wie geht es also weiter? Innerhalb von sechs Monaten werden wir – mit der Unterstützung von Coaches und Experten – intensiv unsere jeweiligen Konzepte oder Unternehmen weiterentwickeln. Den Abschluss des Programms bildet eine Präsentation unserer Produkte und Dienstleistungen für die Stadt im Rahmen eines Events im Impact Hub. Zu „gewinnen“ gibt es das eigene Wissen und Feedback der anderen, dass man die Zeit und zur Verfügung gestellten Ressourcen bestmöglich genutzt hat, und sein Projekt oder Unternehmen ein gutes Stück vorangebracht hat. Let's get started!

Die Teilnehmer der RE:WIEN Kohorte 2018: Basenbox, BiosLehm, ERUi nachhaltige Kosmetik, Fitico Sportswear, gartenernte, Green Bud(dies), i trau mi, Rex Eat, students’ innovation centre - [sic!], Sud&Satz, Umblick, Value (Foto by Lea Fabienne Photography)
Die Teilnehmer der RE:WIEN Kohorte 2018: Basenbox, BiosLehm, ERUi nachhaltige Kosmetik, Fitico Sportswear, gartenernte, Green Bud(dies), i trau mi, Rex Eat, students’ innovation centre - [sic!], Sud&Satz, Umblick, Value (Foto by Lea Fabienne Photography)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0