Bühne frei für neue Talente - Im Fasching geht's noch leichter


 

Eine Nachlese von Anne Böhm

 

Der Fasching ist die beste Zeit, um sich vielen Themen unseres täglichen Lebens von einer humoristisch-provokanten Seite zu nähern.

So nützte i trau mi den festlichen Anlass,  die Bühne des Kunst- und Kulturvereins „THE RISING PHOENIX“, in Kooperation mit qualitätszeit, mit einem vielfältigen Programm zu bespielen. 

 

Der Veranstaltungsort passte wunderbar zur Idee von i trau mi, denn das Motto von „THE RISING PHOENIX“ ist: „If you can dream it, you can do it“, frei übersetzt „Wenn du von etwas träumst, kannst du es auch machen“. Und diese Philosophie hat Wolfgang Ronzal für sich in die Tat umgesetzt. Nach seiner Karriere als Bankmanager, in der er als Redner viel Bühnenerfahrung sammeln konnte, steht er jetzt mit 77 Jahren als ältester Nachwuchskabarettist Österreichs, vielleicht sogar Europas oder gar der ganzen Welt, mit seinem aktuellen Programm "Blasentee mit einem Schuss Aperol" auf der Bühne. Eine Anekdote jagte die nächste. Von den Frauengesprächen am Friedhof „Du hast es gut, du darfst schon gießen, ich muss noch kochen“, über Sex „alle kennen Viagra, niemand benutzt es“ bis zur Gesundheit im Sinne von „Blasentee mit einem Schuss Aperol“ streifte er alle Themen, die Menschen in der zweiten Lebenshälfte betreffen und zum Lachen über sich und das Alter bringen.

 

 

Im zweiten Teil unterhielten Angelika und Albin Zoder das Publikum mit Wiener Liedern. Begleitet von Julian Groller am Keyboard,  packten sie bei der Interpretation von Liedern wie "G’füllte Nauscherln" oder "Die Blunz'n und die Leberwurscht" nicht nur ihre Gesangs-, sondern auch schauspielerischen Talente aus. 

 

 

Als letzter Programmpunkt war ein Überraschungsauftritt angekündigt, natürlich auch von Menschen in der Blüte ihrer zweiten Lebenshälfte. Das i trau mi-Team traute sich mit dem Sketch "Wir trauen uns" vor den Vorhang, wo es mit unterschiedlichen Ansätzen versuchte, der blonden Gabi zu erklären, was i trau mi eigentlich macht. Das stellte sich als schwierig heraus, denn Gabi hielt i trau mi vorerst für eine Partnervermittlung für Senioren und Seniorinnen, dann für eine Politikercasting-Agentur, weiters für einen Veranstalter von Kaffeefahrten und schließlich für eine Computerfirma. Zu guter Letzt erkannte sie, worum es geht und teilte ihren lange gehegten Traum, Model zu werden, freudestrahlend den Mitspielerinnen mit. Und schon wurde sie von hilfreichen Geistern auf offener Bühne in ein Model verwandelt ... eine humorvolle Art i trau mi darzustellen. Den Mitwirkenden hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht - und dem Publikum auch.

 

Video und Fotos vom 25.2.2020

Kommentar schreiben

Kommentare: 0